Wie verhindere ich das Verknoten von Wurfleinen?

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Das Hauptproblem beim Einsatz von Wurfleinen sind aus dem Wurfbehälter fliegende Schlaufenbündel. Sind die Schlaufen darin korkenzieherartig verdreht (Krangeln), verfangen sie sich besonders gut. Schlaufenbündel (“Strickpulli”, “Makramee”, “Perücke”) sind schwer zu entwirren.

So reduzierst du Schlaufenbündel:

  • Wurfleinen kommen oft aufgewickelt auf einer Spule. Richtig abrollen ist sehr wichtig – einen Schraubenzieher/Löffelstiel in die Spule stecken und der Länge nach runterziehen. Wenn du stattdessen die Spule festhältst und mit der Hand die Leine in Kreisbewegungen runterdrehst, erhältst du massiv mehr Krangelschlaufen. Kommt die Leine gehaspelt ohne Spule (z.B. geoclimbing SupaLine), rollst du sie ab mit zwei Löffelstielen (siehe SupaLine Bedienungsanleitung)
  • Vor jedem Einsatz die Leine aus dem Wurfeimer nehmen und durch die Hand mit leichtem Zug laufen lassen. Geht schnell und ist sehr wirksam. Bilden sich dabei korkenzieherartige Leinendreher, solltest du den Vorgang wiederholen – oft wurde die Leine zuvor falsch abgewickelt
  • Kabeltrommeln und Spulen als Aufbewahrung programmieren Krangeln vor. Am besten sind noch Drachenspulen mit kugelgelagertem Zentralgriff. Auch sind Spulen unpraktisch, denn du musst die Leine vor dem ersten Werfen abrollen und hindernisfrei ablegen, was auf dem Waldboden sehr schwierig ist
  • Recken bringt was: an der ausgerollten Leine zu zweit kräftig ziehen, und schon gibt´s weniger Schlaufen. Funktioniert besonders gut bei Nylonleinen
  • Lange Leine erzeugt mehr Schlaufen: wer 100m oder gar mehr auf einen Haufen legt, bekommt fast unweigerlich Schlaufenbündel. Bei langen Leinen empfehlen wir dringend den Einsatz von Zwischenböden im Wurfeimer
  • Je größer die Auslagefläche, desto weniger Schlaufen. Ein Wurfeimer mit großer Bodenfläche bringt was, offenes Auslegen auf einer Plane auch
  • Leine im Wurfeimer niemals sortieren, nur von oben reinlaufen lassen
  • Bei Wurfeimern mit geteiltem Boden (z.B. geoclimbing Wurfeimer) nur die häufig benötigte Länge der Leine obenauf (z.B. 40m) und den Rest unter den Zwischenboden. Beim geoclimbing Wurfeimer wird die Restleine unter dem Boden automatisch hervorgezogen, sollte es mal nicht reichen
  • Schlaufen auf dem Wurfeimerrand liegen lassen, nicht nachträglich in den Eimer schnippen
  • Wenn sich beim Auswurf ein Schlaufenbündel gebildet hat: immer nach rausziehbaren Schlaufen suchen. Nur im größten Notfall vom Leinenende aus entwirren
  • Verwende die Leine nach längerem Gebrauch auch mal umgekehrt, also von der anderen Seite. Das harmonisiert Stauchungen. Tipp 2: baue die Leine möglichst hoch ein und lasse den frei hängenden Wurfsack ausdrehen.
  • Wurfleine offen lagern: bei Nichtgebrauch den Wurfeimer nur halb zuklappen bzw. die Leine zukause offen lagern. Das reduziert Knickstellen
  • Bigshot fördert Schlaufenbündel: Beim Schießen (mit der Bigshot) wird die Leine ruckartig beschleunigt, es bilden sich deutlich mehr Schlaufenbündel. Wer wirft, bekommt weniger Schlaufen, da die Leine konstanter beschleunigt