Wie sieht das T5 Cachen international aus?

< Zurück

Cachen allgemein und T5 Cachen im Speziellen ist ein Phänomen der Industrieländer.

  • Deutschland: T5 Paradies. Punkt. Wer hier die Spielarten des T5 Cachens beherrscht und ein “well-rounded T5 cacher” ist, hat international kaum Probleme. Die Deutschen haben (zusammen mit der Schweiz) die bei weitem anspruchsvollsten, vielseitigsten, meisten pro Fläche und kniffeligsten T5er weltweit
  • Skandinavien: entdeckt seit etwa 2012 das T5 Cachen. Naturgemäß gibt es viele Wasser-T5er (v.a. Finnland und Schweden). Bäume nur im Süden – mittlerweile haben auch die Südskandinavier die Bigshot entdeckt und ballern wie die Verrückten ganze Runden zusammen. Ansonsten zahlreiche interessante Felsabseiler, oft auf rauhem, gerundeten Granit. Teilweise völlig durchgeknallte T5er extrem exponiert, etwa auf Brücken. Dosenqualität mittel bis gut
  • Benelux: da die Bigshot in Holland verboten ist, sind Baumcaches meist in angenehmen Höhen – sofern überhaupt vorhanden, denn auch hier spielt das Wasser eine große Rolle. In Südbelgien und vor allem Luxemburg kommen zahlreiche schöne Abseiler dazu. Dosenqualität generell gut
  • Frankreich: entdeckt seit etwa 2013 das T5 Cachen, Tendenz stark steigend. Zuerst war alles noch sehr einfach und viele Bäume, mittlerweile gibt es auch Paddelrunden, Abseiler, LP´s und anspruchsvolle T5er auf deutschem Niveau. Dosenqualität eher mäßig
  • Italien: eher unterbesetzt im T5 Bereich. Im Norden einige alpine Klassiker (Hochtouren). Dosenqualität mäßig.
  • Schweiz und Österreich: die Schweizer haben erwartungsgemäß eine sehr gute Dosenqualität und einige pfiffige T5er. Das Terrain gibt große Vielfalt her: extreme Höhlencaches genauso wie Hochtouren und die besten Klettersteige der Welt. Insbesondere im Norden gibt es aber auch zahlreiche Baumcaches. Ähnliches gilt für Österreich, allerdings ist hier die T5 Szene langsamer am wachsen
  • Spanien: für die Landesgröße sehr wenige T5er. Viele sportkletterartige Sachen oder Klettersteige. Ausnahme Mallorca: die Deutschen bringen auch die T5er auf die Insel, und so gibt es abwechslungsreiche Höhlen- Abseiler-, Boots- und Wander-T5er
  • Portugal: T5 mäßig Entwicklungsland. Einige niedrige Bäume, im Canyoning Bereich etwas mehr oder Wanderungen im Hochland von Madeira. Dosenqualität eher mäßig.
  • Osteuropa: sehr durchwachsen. T5 mäßig am aktivsten ist Tschechien, da es hier eine fest etablierte Klettertradition gibt. Die T5 Caches sind oft einfach, es gibt aber auch völlig durchgeknallte LP Dinger. Auch Sportklettercaches sind bekannt. Im übrigen Osten gibt es eher sporadisch T5er. Am meisten im Kommen ist Polen
  • Großbritannien: auch hier entwickelt sich der T5 Bereich. Baumcaches nicht der Rede wert. Teilweise schöne Wasserrunden auf Flüssen. Je mehr nördlicher, desto höher der Anteil an langen T5 mountain walks.
  • USA: sehr viele Pauschal-5/5er Challenges, die man mit dem Auto (z.T. Fourwheel) abfahren kann. Auch anstrengendere Bergrunden sind T5, bei uns eher T3-4. Wenige Baumklettereien, da in Waldgebieten viel Nadelwald. Dafür viele Wasser-T5er
  • Australien: flippten lange Jahre T5 mäßig aus. Es gibt hot spot communities, die das extrageil finden und zahlreiche Caches legen. Gerne in hohe Bäume. Platz genug gibt es ja. Aber auch fourwheel und Wasser spielen eine Rolle. Leider hat kürzlich die australische Regierung das Beklettern von Bäumen eingeschränkt und die Szene ist frustriert. Wie in anderen Lebensbereichen ist der australische Verwaltungsapparat überraschend hosenscheißermäßig drauf
  • Afrika: T5 mäßig quasi nur begrenzt auf Ägypten (von Deutschen gelegte Tauchcaches) und Südafrika. Dort einige sehr schöne und lohnenswerte Trails.