Wie reagiert die Szene auf Kreativlogger?

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Viele Geocacher regen sich massiv auf über Kreativlogger. Der Grund: es werden Grundprinzipien jedes Spiels ausgehebelt, etwa

  • Wettbewerb: man will etwas erreichen. Das kann persönlich sein (“ich will diese schwierige Dose erreichen, den Cache in 15m Höhe” etc.). Die beliebten Challenge Caches decken meist persönliche Wettbewerbs-Ziele ab. Es gibt auch Wettbewerb mit anderen (besser sein als…), welche sich in Statistiken ausdrücken – bei Männern beliebt. Beide Wettbewerbsarten sind extrem wichtig für jedes Spiel
  • Miteinander: gemeinsam macht es mehr Spaß. Deshalb sind GC Events so erfolgreich
  • Ein Spiel muss schwer sein: in jedem erfolgreichen Spiel muss man wachsen, neue Levels erreichen und durch Wiederholung besser werden können. So entsteht Spiel-Freude
  • Regeln: ohne Regeln ist ein Spiel wertlos. Aus der Psychologie ist bekannt, dass innerhalb von Regeln erreichte Erfolge dramatisch befriedigender sind

  • Kreativlogger missbrauchen diese Grundmuster, indem sie sich nicht an die Regeln halten, den Wettbewerb wertlos machen und das Spielniveau so einfach wie möglich. Faire Geocacher spüren das intuitiv, denn: wer darauf besteht, Mensch-ärgere-dich-nicht mit 4 Würfeln zu spielen, während andere nur 2 zur Verfügung haben, der gilt als Spielverderber.
     
    Derzeit hinkt das System: bei Regelverstößen werden – wenn überhaupt – Caches archiviert/gesperrt, denn Reviewer können Kreativlogger nicht sanktionieren. Das ist wie wenn ein Schiedsrichter nach einem Foul das Spiel abbricht, anstatt den Spieler zu bestrafen. Wenn Kreativlogger sanktioniert würden, wäre jeder zufrieden. Ihr einziger positiver Beitrag – die tollen Cacherunden – würden erhalten bleiben.