Warum krangeln Wurfleinen?

< Zurück

Das korkenzieherartige Verdrehen von Wurfleinen (Krangeln) ist eines der Hauptprobleme beim Handling. Krangelnde Leinen können in den Wahnsinn treiben. Aus Krangel entstehen Schlaufen, die sich beim Auswurf verhaken.

Dies sind die Ursachen:

  • falsches Abwickeln: wer die neu gekaufte Wurfleine falsch abwickelt, bekommt von Anfang an massive Schlaufen. Das passiert, wenn du die Spule festhältst und die Leine mit der Hand abwickelst. Stattdessen sollte sich die Spule drehen (Löffelstiel durch das Spulenloch stecken) und die Hand gerade abziehen. Gehaspelte Leinen ohne Spule wie die SupaLine werden mittels zwei Löffeln vorsichtig abgedreht, siehe die SupaLine Bedienungsanleitung
  • Wurfsack verdreht die Leine: ein frei hängender Wurfsack kann sich ordentlich drehen – die Leine verdreht sich mit. Abhilfe: Wurfsack ausdrehen lassen
  • Krangeln durch Reibung: jeder kennt das von Geschenkbändern – zieht man sie über eine Kante, kräuseln sie. Ursache sind die Spannungsunterschiede zwischen Unter- und Oberseite. Gleiches gilt für Wurfleinen: werden sie über Hindernisse gezogen, wird Spannung an der Kontaktfläche aufgebaut. Das Geflecht wird verdichtet, und wenn es sich nicht zurückstellen kann, verdreht die Leine. Dabei gilt: je dichter das Geflecht, desto höher die Krangelgefahr. Ganz schlimm sind sogenannte Monofile (Angelleinen), denn dort ist der Effekt nahezu gleich dem Geschenkband. Wurfleinen aus Nylon sind etwas anfälliger als aus Dyneema, da letztere glattere Fasern haben, die sich besser zurückstellen