Warum ist der Seilverschleiß bei Geocachern besonders hoch?

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Weil niemand so viel am Seil klettert. Das einzige Ziel ist es, zum Geocache aufzusteigen und wieder abzuseilen. Danach geht der Geocacher zum nächsten Klettercache, und das Spiel geht von vorne los. 

Ein engagierter T5 Geocacher kann locker pro Jahr 10.000 Seilmeter zurücklegen. Damit schlägt er Berufsbereiche wie Industrieklettern und Baumpflege. Erstere nutzen das Seil meist nur wenige Meter, um zur Arbeitsposition zu gelangen. Danach sind Seilbewegungen gering. Auch wird ein Seil manchmal schon nach dem ersten Gebrauch aussortiert.

Baumpfleger halten sich berufsbedingt viel länger im Baum auf als ein Geocacher, der im gleichen Zeitraum schon auf mehrere Bäume geklettert ist. Baumpfleger arbeiten oft in niedrigeren Bäumen (Parks, Wegeränder, Gärten). Geocacher findet man meist auf schlanken, hohen Waldbäumen mit mehr Seilmetern. Beim Abtragen von Bäumen gehen technikbedingt die Baumpfleger-Seilmeter gegen Null – das Kletterseil wird per sogenannter Hanse-Sicherung überwiegend passiv mitgeführt.